Wohnungsauflösungsabschiedsgedanken

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Eine Wohnung wird aufgelöst, das ist wirklich ein krasses Gefühl, auch wenn es sich richtig anfühlt, wenn ich weiß, genau das will ich und mehr kann ich auch nicht. Also ein ganzes Haus bewohnen meine ich. Das war mein Wohnzimmer. Vor 45 Jahren war es das Wohnzimmer meiner Eltern, dann wurde es das Wohnzimmer meiner Großeltern aus Berlin, die zu uns zogen. Und vor 20 Jahren dann wurde es mein Wohnzimmer. Dann zog mein Mann ein, es wurde „unser“ Wohnzimmer. Veränderungen… Veränderungen… Veränderungen… und es war wieder mein Wohnzimmer. Und jetzt? Jetzt ist es kein Wohnzimmer 😉 Jetzt wartet es darauf, dass es wieder Wohnzimmer wird. Aber erst muss ich es noch komplett ausräumen.

Und genau das ist das krasse Gefühl, was ich meine. Mit jedem Teil, das ich rausschleppe, erinnere ich mich an den Tag, als ich einzog. Als Vater mir alles fertig baute, die Küche, das Schlafzimmer, der Kaminofen im Wohnzimmer. Wie stolz ich war. Wie schön ich es mir machte. Und wie gerne ich mit meiner Familie dort lebte.

Das ist alles vorbei. Zeiten enden. Es beginnen neue, aber erst muss man Abschied nehmen. Egal, wer da nun einzieht, ich werde dort nicht mehr wohnen. Meine Zeit in dieser Wohnung ist vorbei. Ich räume sie jetzt aus, ein letztes Mal. Nein, es fällt mir nicht schwer. Es ist richtig so. Das Leben geht weiter. Abschied ist trotzdem schwer.

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