Sicherheit

Heute ist Samstag und ich habe meine Samstagsgedanken. Das tut gut und ist doch manchmal verwirrend. Samstag ist Wochenende. Ich liebe Wochenenden. Und ich habe über meinen Beruf nachgedacht. Seit 1977 bin ich, mit einer kurzen Unterbrechung, Beamte. Und erst jetzt bin ich in der Lage zu sagen, ich bin es gerne. Ich weiß nicht genau, warum es so ist, also woran es genau liegt, ich weiß nur, es ist so.

Panta rhei hat genau da gearbeitet, wo ich auch arbeite. Man hat ihr übel mitgespielt, man war nicht in der Lage, ihre Kreativität zu leben, geschweige denn zu fördern. Wer mehr wissen will, frage sie selber, ich kann nur sagen, es war entsetzlich, was sich da abspielte.

Ich versuche nur immer, da eine Linie hinein zu bekommen, also dass es mir da so gut geht und dass es ihr da so schlecht ging. Scheinbar passt es nicht. Und es passt doch. Ich kann das noch nicht so genau erklären. Es wächst noch in mir. Was ich aber weiß ist, dass ich da sehr glücklich bin.

Ich brauche diese Beamtensicherheit. Ich brauche ein festes Gehalt und eine sichere Stelle. Gerade in der heutigen Zeit. Ich kann nicht mit der Unsicherheit leben, die z.B. eine Freiberuflichkeit mit sich bringt.

Als ich anfing war ich Inspektorin. Da war für mich Oberamtsrätin noch was ganz ganz fernes, ich wusste damals auch nicht, ob ich das jemals erreichen will. Heute bin ich Oberamtsrätin. Und ich gestehe, ich bin es gerne.

Ich liebe meinen Beruf, ich liebe meine Arbeit, ich liebe mein Büro. Es geht mir da soooooo gut und ich kann das erste Mal in meinen Leben sagen, ja, es ist richtig so. Es stimmt. Ich bin gerne Beamte.

Das mag sich komisch anhören, aber es ist so, ich bin wirklich gerne Beamte. Ich bin eine glückliche Oberamtsrätin. Gibt es vielleicht nicht viele, aber ich bin eine.

Ein Gedanke zu „Sicherheit“

  1. Liebe Samate!

    Gratuliere von ganzem Herzen, das klingt soooooooooo schön. Da hüpft mein Herz vor Sehnsucht. Bei mir ist es eher so wie bei Beate. Ich habe gerade in der Therapie herausgearbeitet, dass mein Job und die damit verbundenen Schwierigkeiten „zu Ende gelebt sind “ und ich ihn beenden will und soll. Aber dann kommen mir genau die Gedanken die du auch ansprichst. Wie soll es weiter gehen, finde ich einen Job?? soll ich ins kalte Wasser springen und mich als Masseurin selbstständig machen……… all diese Gedanken strömen Tag und Nacht auf mich ein. Und ich will meinen Kindern keine Lebensqualität wegnehmen. Wobei Walter meint, sie hätten mehr Lebensqualität wenn ich glücklicher wäre und endlich leben könnte.

    Also langer Rede kurzer Sinn – ich freue mich für Dich dass es Dir so gut geht in deinem Job und deinem Leben.

    Liebe Grüße
    Monika

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